Basel unter Strom

«Verstehen Sie etwas von Elektrizität, Richard?» In Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie Die Physiker gibt es eine Stelle mit scheinbar zeitloser Gültigkeit. Sie beschreibt, wie wenig wir eigentlich über Elektrotechnik wissen: «Brauchbar ist eine Maschine erst dann, wenn sie von der Erkenntnis unabhängig geworden ist, die zu ihrer Erfindung führte. So vermag heute jeder Esel eine Glühbirne zum Leuchten bringen». Tatsächlich haben wir uns im Alltag längst an eine Technik gewöhnt, die die meisten unter uns nicht verstehen – ganz zu schweigen von den Erkenntnissen, die überhaupt zu den technischen Errungenschaften geführt haben. Das galt für die Welt, wie sie Dürrenmatt in den 1960er Jahren erlebte, als er Die Physiker schrieb. Und das gilt noch weit mehr für die digitalisierte Welt von morgen.

Ohne elektrischen Strom läuft im Alltag nicht mehr viel. Erst wenn die Infrastruktur versagt, wird uns bewusst, wie viele Lebensbereiche inzwischen vom Strom abhängig sind. Deshalb haben in den letzten Jahren auch die Diskussionen über «Blackouts» zugenommen, also Szenarien eines grossflächigen Stromausfalls. Mittlerweile haben sich die Debatten verlagert, hin zur Frage, wie und womit die Schweiz in Zukunft mit Strom versorgt werden soll – eine Frage, die unter dem Eindruck einer drohenden Energiekrise ↗ in den letzten Wochen weiter an Dringlichkeit gewann.

Kontrollarbeiten an Elektroanlagen, Foto: © ETAVIS
Kontrollarbeiten an Elektroanlagen, Foto: © ETAVIS

Das Ziel der Energieeffizienz vor Augen

Abseits dieser politischen Debatten tüfteln Firmen wie die ETAVIS, die Selmoni Gruppe und die Bouygues Energies & Services an der Elektro- und Gebäudetechnik der Zukunft. Die drei Grossunternehmen sorgen nicht nur dafür, dass der Strom sauber durch Areale, Gebäude und Geräte bis zum Lichtschalter fliesst. Sie kreieren auch neue smarte Infrastrukturen, treiben die digitale Transformation weiter voran und beteiligen sich aktiv an der Energiewende. Die Etavis kooperiert seit 2016 mit der IWB im Bereich E-Mobilität. Erste E-Ladestationen stehen bereits in Basel, weitere sollen in den kommenden Jahren folgen. Die Selmoni Gruppe erstellte im Raum Basel zahlreiche Elektropläne mit hohen ökologischen Ansprüchen, unter anderem für das Universitäts-Kinderspital beider Basel, die umgenutzte Don Bosco Kirche und das frisch renovierte Hallen- und Freibad Gelterkinden. Und die Bouygues E&S arbeitet zurzeit daran, die Heiz- und Kühlinfrastruktur der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne von fossiler Energie unabhängig zu machen – unter anderem mit Photovoltaik-Anlagen.

Die Elektro- und Gebäudetechnik – Berufsfelder der Zukunft, Foto: © ETAVIS
Die Elektro- und Gebäudetechnik – Berufsfelder der Zukunft, Foto: © ETAVIS

Zukunftsberufe live erleben

Den genannten Unternehmen gemeinsam sind ihre jeweils breiten Portfolios an Dienstleistungen. Das Feld der Elektro- und Gebäudetechnik ist in den letzten Jahren stark gewachsen. In Stellenausschreibungen wird es gerne auch als Zukunftsberuf bezeichnet. Wer mehr über den vielfältigen und abwechslungsreichen Alltag in dieser Branche erfahren möchte, kommt an der Industrienacht voll auf seine Kosten: Die Selmoni Gruppe berichtet über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsperspektiven. Bei der ETAVIS können sich die Besucher:innen ihren eigenen elektrischen Schalter mit Lampe bauen – und mitnehmen. Die Bouygues E&S stellt unter anderem ihre Errungenschaften im dynamischen Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie vor. Und bei der Siemens Schweiz AG erhältst du Einsichten in die Zukunft des digitalen Planens und Bauens einer energieeffizienten Smart-City. Bei der Stromversorgerin der Region stehen in diesem Jahr hingegen nicht Volt und Watt im Mittelpunkt, sondern der Wasserkreislauf: Die IWB lädt zum Rundgang durch die neue Pumpstation Lange Erlen ein.

Der VW Bull-E mit E-Antrieb wird bei der Siemens Schweiz AG in Reinach auch an der Industrienacht präsentiert, Foto: © Siemens
Der VW Bull-E mit E-Antrieb wird bei der Siemens Schweiz AG in Reinach auch an der Industrienacht präsentiert, Foto: © Siemens
  • Ausbildung und Studium bei Selmoni

    Selmoni Gruppe

    Shuttle:
  • Bau deinen eigenen Schalter

    ETAVIS

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  • Siemens in 3D

    Siemens Schweiz AG

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  • Managed Workplace Services

    Bouygues

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Weiterführende Literatur